Da müssen wir hoch! – Abschlussfahrt der Nordsachsenmeister

Nachdem unsere E1-Jugend die Fußball-Saison als Nordsachsenmeister beendet hat, stand am vergangenen Wochenende – neben dem Sport – vor allem der Spaß im Vordergrund.
Es ging ins Erzgebirge – der Heimat von Trainer Tobias. Und hier durften wir erleben, dass sich Tobias nicht nur an der Seitenlinie wohlfühlt, sondern auch einen ausgezeichneten Reiseleiter abgibt.
Gestartet wurde am Freitag, pünktlich um 15:00 Uhr nach der Schule. Erste Etappe war der Sportpark in Thalheim. Also ging es im zähen Berufsverkehr um Leipzig herum Richtung Süden. Um 17:00 Uhr hatten wir endlich unser Ziel erreicht. Jetzt hieß es „Zimmer beziehen“, „Fußballsschuhe, Schienbeinschoner, Duschzeug und Wechselsachen in den Rucksack packen“.
Zehn Minuten später haben die Kids dann erstmal die Tennisplätze erobert und den Rasen vorm Sportpark auf Bespielbarkeit geprüft.
Um 18:00 Uhr starteten wir zu Fuß (wie alle kommenden Aktivitäten auch) in Richtung Waldstadion des SV Tanne Thalheim.

Angekommen im Waldstadion

Dort mussten unsere Jungs in einem spannenden Freundschaftsspiel gegen die E-Jugend-Nachwuchskicker des SV Tanne Thalheim ihr fußballerisches Können unter Beweis stellen.
Nach einem herzlichen Empfang ging es dann endlich los.

Abendliches Torspektakel beim SV Tanne Thalheim

Gespielt wurden testfreundliche 3 Halbzeiten, bei denen die Jungs und Mädels beider Mannschaften ein abendliches Fußballspektakel boten.
Am Ende machte einzig die Chancenverwertung den Unterschied und unsere Gastgeber vom SV Tanne Thalheim mussten sich mit 5:8 geschlagen geben.
Der guten Laune tat dies aber keinen Abbruch, so dass der Rest des Abends in der 4. Halbzeit gemeinsam und in gemütlicher Runde seinen Ausklang fand.
Vielen Dank an dieser Stelle den Sportfreunden des SV Tanne Thalheim, die diesen Abend für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis machten.

Auf dem Rückweg zur Unterkunft hat Reiseleiter Tobias noch eine lokale Legende zum Besten gegeben, welche die Jungs noch eine Weile beschäftigen sollte.
Aber an diesem Abend war die Luft erst mal raus und die Kids sanken dankbar in ihre Kissen.

Die Herausforderung des Sonnabends war die Besteigung des Fichtelberges, mit 1215m der höchste Berg Sachsens.

Stärken für die nächste Herausforderung

Ausgangspunkt unserer Tour war Neudorf. Hier ging es die Vierenstraße hinauf, durch eine beeindruckende Hochwald-Landschaft, bis zum Waldeck.
An der Himmelsleiter gab es eine kurze Rast und einen Mittagssnack.
Weiter ging es, Tobias zeigte den geplanten Weg nach oben an – wurde aber von den Jungs kurzerhand „überstimmt“, die sich zu meinem Leidwesen für die „Harte Tour“ entschieden haben… den direkten Weg zum Gipfel!

Gipfelstürmer

Und so verlief der Rest des Aufstieges entlang der Schleppliftbahn auf direktem Wege zum Gipfel.

Nicht nur die Jungs mussten kämpfen


In direktem Zusammenhang zur körperlichen Verfassung änderte sich auch das Wetter. Gestartet bei freundlichen 23 Grad im Tal, erwarteten uns auf dem Gipfel 13 Grad und heftiger Regen.
Den Kid’s war es egal, stolz haben alle das ehrgeizige Ziel erreicht.

Glückliche Bezwinger des höchsten Berges Sachsens

Nach einer kurzen Pause erfolgte der eher unspektakuläre Abstieg in Richtung Oberwiesenthal.
Das Wetter wurde zusehens besser und unten angekommen erwartete die Kids eine besondere Überraschung – Sommerrodelbahn!

Jetzt wird gerodelt!

Wie so oft, war auch dieser Spaß viel zu schnell vorbei und der Rückmarsch wurde angetreten.
Auf dem Plan stand eine Zugfahrt mit der Fichtelbergbahn zurück nach Neudorf. Also ging es zum Oberwiesenthaler Bahnhof.
Kurz vor dem Zwischenziel haben die Jungs eine mit Kunstrasen ausgelegte Eisbahn entdeckt, die sofort in Beschlag genommen wurde.
Kein Tag ohne Fußball – und so wurde wieder gekickt, wir hatten ja Zeit.

Fußballplatz in Oberwiesenthal entdeckt und sofort erobert

Eine dreiviertel Stunde später ging es dann weiter Richtung Bahnhof. Sofort wurde der nach oben offene Wagen besetzt und es ging Heimwärts.

Das Laufen hat (vorerst) ein Ende

Diese Zugfahrt sollte es allerdings in sich haben. Und das hatte niemand auf dem Plan… Gestartet bei bestem Wetter in Oberwiesenthal wurde der Himmel von Bahnhof zu Bahnhof finsterer. Wir erinnern uns… Wagen nach oben offen. Am Bahnhof der Ortschaft Niederschlag (welch schicksahlhafter Name, wie wir noch erfahren mussten) wurden wir bereits durch entgegenkommende Reisende vor heftigem Niederschlag gewarnt.
Den darauf folgenden Vorschlag unseres ortskundigen Reiseleiters Tobias, in einen überdachten Wagen zu verlegen, haben wir Flachlandtiroler schmunzelnd in den Wind geschlagen. Fataler Fehler!
5 Minuten vor dem Ziel öffnete Petrus alle Schleusen und ließ kein trockenes Haar an uns.

Keine Niedergeschlagenheit, trotz heftigem Niederschlag kurz hinter Niederschlag

Aber auch dieser (Tief-)Schlag des Schicksals konnte den Kids die gute Laune nicht verderben.
Nach der unverzüglichen Rückverlegung in den Thalheimer Sportpark wurde geduscht und alles wieder in trockene Tücher gepackt.
Es gab eine kurze Stunde zum Regenerieren, dann ging es zum Abendessen ins Miniaturland Rentners Ruh.
Nach erfolgter Stärkung erinnerten sich unsere Nachwuchskicker an die Legende vom „Kopflosen Reiter“ (erinnert ein wenig an den Film „Sleepy Hollow“), welche Tobias am Abend zuvor schon zum Besten gab.
Also wurde auf dem Rückweg der Entschluss gefasst (und nein, es waren nicht die Betreuer!), der Sache auf den Grund zu gehen…

Nachtwanderung zum Eisernen Kreuz

Zu später Stunde, die Sonne war bereits hinterm Horizont verschwunden, machte sich die Mannschaft erneut auf den Weg. Ziel war der Ort des Geschehens, welches die Grundlage der Legende vom Kopflosen Reiter war: das Eiserne Kreuz.
Auch diese Prüfung haben alle Beteiligten tapfer gemeistert, wenn auch einigen ganz schön mulmig war.
Nach den Strapazen des Sonnabends durfte nun endlich in die Betten gehüpft werden. Dort angekommen war es auch ziemlich schnell ganz leise.

Am Sonntag stand nur noch der Besuch des Freibades Gornsdorf auf dem Plan. Also wurden die Blasen der Wanderung vom Vortag verarztet und los ging es. Einmal kurz über den Berg gehuscht, dann durfte nach Herzenslust im Wasser herumgetobt werden.

Wasserspaß im Freibad Gornsdorf

Gegen Mittag erfolgte dann die letzte Wanderung: der Rückweg nach Thalheim, wo die letzte Station unserer Reise auf uns wartete: Mittagessen im Deutschen Eck.
Danach hieß es Abschied nehmen und (auf der Rückbank schlafend) den Heimweg antreten.
Pünktlich um 15:30 Uhr waren alle wieder zu Hause, manche mit Muskelkater oder Blasen an den Füßen vom Wandern, alle aber mit tollen Erinnerungen im Gepäck.

Jeder Ausflug geht mal zu Ende – zurück in Zschepplin

Vielen Dank an unseren Trainer Tobias Köhler, seine Thalheimer Freunde und an das Team der Betreuer, die uns diesen einzigartigen Ausflug ermöglicht haben.
Auch den Sportfreunden des SV Tanne Thalheim sowie Sebastian vom Sportpark Thalheim sei für die herzliche Gastfreundschaft gedankt.
Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

Für alle Freunde der Statistik hier noch einmal die Zusammenfassung unseres Wochenendtrips in Zahlen:
28 zurückgelegte Kilometer zu Fuß (ohne die Fußballspiele), 800 überwundene Höhenmeter und insgesamt 100 Spielminuten.

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